Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Ausbildung von langjährig erfahrenen Musik­thera­peuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Institut musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeut*innen berufsspezifische Seminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

Zusätzlich bieten wir approbierten Psychotherapeut*innen, die ihr Repertoire durch musiktherapeutische Interventionsmöglichkeiten erweitern wollen, ein Weiterbildungsangebot an.

Fortbildungspunkte
Musiktherapeut*innen sowie approbierte Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:

>> Offene Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Berufsspezifische Fachseminare für Musiktherapeut*innen
>> Zusatzqualifikationen
>> Weiterbildungen für approbierte Psychotherapeut*innen
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung 2022
      30. Fachtagung »Psychotherapeutische Unterversorgung bei Intelligenzminderung oder fehlender Sprache – Musiktherapie als Lösung«
>> Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie (BWM)

Musiktherapie – Seminare und Zusatzqualifikationen:
Silke Siebert: ssiebert@freies-musikzentrum.de

Musiktherapie – Berufsbegleitende Ausbildung BWM:
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de
Dr. Andreas Wölfl: awoelfl@freies-musikzentrum.de

Vor Besuch eines Kurses ist eine Anmeldung erforderlich.
Es sei denn, es ist beim Kurs ausdrücklich anders vermerkt z.B. Contact Jam.

Für Kursbuchungen folgen Sie bitte dem Button »Kurs buchen« im Menü links.
Gerne können Sie auch persönlich im Büro buchen oder verwenden Sie dieses
> Anmeldeformular, das Sie auch am Schluss des Programmheftes finden.
Tel.: 089 - 41 42 47 - 0
Fax: 089 - 41 42 47 - 60
E-Mail: info@freies-musikzentrum.de


Offene Seminare

Die »offenen Seminare« haben einen einführenden Charakter in unterschiedliche Bereiche musiktherapeutischer Arbeit. Sie richten sich an Interessierte (aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen), die sich Kenntnisse über Musiktherapie aneignen wollen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musiktherapeutische Selbsterfahrung Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar bietet Ihnen die Möglichkeit, in der Musiktherapie verwendete Instrumente, deren Klänge und Rhythmen auf spielerische Weise kennen zu lernen, selbst auszuprobieren und sich darin selbst zu begegnen. Wie ist mein eigener Klang? Wie klinge ich in und mit einer Gruppe?
Durch den spielerisch-improvisatorischen Umgang mit Instrumenten und Klängen können Sie Ihre Wahrnehmung und Ihren musikalischen Ausdruck vertiefen und dabei Formen aktiver und rezeptiver Musiktherapie kennen lernen. Auf der Basis der tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie wird das individuelle (musikalische) Erleben im gemeinsamen Gespräch reflektiert und weiterführende Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet. Neben dem Schwerpunkt auf eigene individuelle Erfahrungen beschäftigen wir uns auch mit der Vielfalt der klanglich-dialogischen Beziehungssymbolik. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bringen Sie gerne Ihre Spielfreude und bequeme Kleidung mit. Das Seminar wird im Falle einer Bewerbung zur Ausbildung Musiktherapie als Gruppenselbsterfahrung anerkannt.

Keine Therapie – für Personen mit seelischen oder schweren körperlichen Erkrankungen nicht geeignet. Die Fortbildung ist mit 17 Punkten von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert. Mindeste Teilnehmerzahl 6

F101 · Silke Siebert · Kursraum 7 · 235,– €
Ferienblock 3 Tage · Fr. 22.4., 18.00–21.00 · Sa. 23.4., 10.00–18.00 · So. 24.4., 10.00–13.30 Uhr

Phänomenologisch-systemische Aufstellungsarbeit und Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar bietet Gelegenheit, durch Selbsterfahrung und Reflexion zu erleben und zu verstehen, wie sich phänomenologisch-systemische Aufstellungen mit musiktherapeutischen Vorgehensweisen und Techniken kombinieren lassen. Je nach Anliegen können Teilnehmer*innen Stellvertreter für Mitglieder der Herkunfts- bzw. Gegenwartsfamilie oder auch nichtpersonale Repräsentanzen aufstellen, die dann mit Instrumenten, Stimme und Bewegung ihre Befindlichkeit ausdrücken und diese prozesshaft und interaktionell weiterentwickeln. Die Verbindung des wirkenden Feldes mit frei improvisiertem nonverbalem Ausdruck, in den möglichst wenig eingegriffen wird, ist das Spezifische dieses Ansatzes und verbindet in der Tiefe die herkömmliche aktive Musiktherapie mit den Entdeckungen der systemisch-phänomenologischen Aufstellungsarbeit. Je nach Situation wird mit Lösungen experimentiert, musiktherapeutisch und verbal aufgearbeitet.
Im Seminar werden außerdem der phänomenologisch-systemische Hintergrund und eine Reihe von praktischen Beispielen dargestellt und bilden die Grundlage für Diskussion den Transfer in verschiedene Praxisfelder.

Die Fortbildung ist mit 17 Punkten von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert. Mindeste Teilnehmerzahl 12

F102 · Tonius Timmermann · Saal · 185,– €
Ferienblock 3 Tage · Fr. 5.8., 18.00–21.00 · Sa. 6.8., 10.00–18.00 · So. 7.8., 10.00–13.30 Uhr

> zum Seitenanfang

Berufsspezifische Fachseminare

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Für Musiktherapeut*innen mit anerkannter Ausbildung
Wochenendkurse sowie eine zweiteilige Seminarreihe geben MusiktherapeutInnen Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die zweiteilige Seminarreihe 2022 greift das Thema »mentalisierungsbasiertes Vorgehen in der Musiktherapie« auf. Dazu werden spezifische Ansätze, Kontexte und Methoden von unterschiedlichen DozentInnen vorgestellt. Die Anmeldung der Seminarreihe erfordert die Teilnahme an beiden Blöcken. Die Wochenenden der Reihe können nicht einzeln gebucht werden.

Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Seminare umfasst die fundierte Vermittlung von Praxis und Theorie des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der Teilnehmer*innen. In diesem Semester bieten wir zwei Seminare erstmalig an: »achtsamkeitsbasierte Musiktherapie und Depression«, in dem die Teilnehmenden neben methodischen Inhalten eine Einführung in die Herzratenvariabilitätsmessung erhalten und »Meine Marke Ich« an, eine Onlinefortbildung zur eigenen Berufstätigkeit.

Freies Musikzentrum e. V. München | Konzerte

Rock/Pop Bandworkshop Wochenende- oder Ferienkurs
Musiktherapeutische Methoden + Praxistipps zur Anleitung von Bandprojekten
Dieser Workshop ist für Fachkolleginnen, die Bandprojekte in ihrer musiktherapeutischen Arbeit anbieten wollen und über keinerlei Vorerfahrung verfügen. Neben der Einführung an E-Gitarre, E-Bass, Keyboard, Schlagzeug und Gesang bietet der Workshop praktische Erfahrung im Zusammenspiel und im Anleiten von Projektbands. Dazu kommen wichtige Tipps zu den Themenfeldern: Welche Songs sind geeignet? Wie komme ich an die »Noten«? Welche technische Ausrüstung ist notwendig und was kostet sie? Wie kann ich mit einfachen Mitteln eine Tonaufnahme erstellen?

14 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 5

21HF204 · Michael Metzger · Percussionraum · 230,– €
Wochenende · Sa. 19.2., 10.00–19.00 · So. 20.2., 10.00–13.30 Uhr

Meine Marke »Ich« Wochenende- oder Ferienkurs
»Musiktherapeut/in zu sein ist wirklich ein schöner Job« … denkst Du Dir.
Das Studium war schön, ab und zu sind Stellen ausgeschrieben, die Dich interessieren, aber: dafür umziehen? Selbstständigkeit? Aber wer zahlt wieviel, arbeitest Du wirklich selbst und ständig oder brennst du leidenschaftlich bis zum Burnout?
Musiktherapie ist echt wertvoll – das weisst Du genau – die Geschäftsführung aber leider nicht.
An einem Samstag Vormittag treffen wir uns per Zoom und schauen uns den Status Quo deiner Berufstätigkeit an und wo du hinmöchtest. Was gibt es für Hindernisse und was sind die Möglichkeiten? Wir entwickeln gemeinsam Visionen, bilden Netzwerke, lernen uns besser zu präsentieren und ins Tun zu kommen. Fortbildungspunkte werden bei der DMtG beantragt. Mindeste Teilnehmerzahl 6

F202 · Rebecca Griessler, Kordula Voss · außer Haus/online · 95,– €
Ferientermin · Sa. · 9.4. · 10.00 bis 14.00 Uhr

Achtsamkeitsbasierte Musiktherapie und Depression Wochenende- oder Ferienkurs
Ein gut koordinierter Organismus, indem die Körperrhythmen zusammenwirken, erholt sich besonders gut und schnell. Im menschlichen Herzschlag spiegeln sich die Körperrhythmen wider – Die Herzratenvariabilität oder Herzrhythmusflexibilität. Sie entsteht durch das zyklische Zusammenwirken der beiden Steuerorgane des Herzens – dem Parasympathikus und dem Sympathikus mit dem Schrittmacher des Herzens, dem Sinusknoten. Diese Flexibilität spiegelt sich beim Menschen in der affektiven Schwingungsfähigkeit wider. Bei depressiven Patient*innen ist diese Schwingungsfähigkeit eingeschränkt.
In diesem Seminar sollen aktive sowie rezeptive musiktherapeutische Spielangebote in Theorie und Praxis vermittelt werden. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Herzratenvariabilität gewährt. Dabei kann achtsamkeitsbasierte Musiktherapie eine hilfreiche Möglichkeit bieten, die Balance zwischen innerer und äußerer Rhythmik wiederherzustellen.

Die Fortbildung ist mit 17 Punkten von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert. Mindeste Teilnehmerzahl 10

F203 · Anja Schäfer, Christian Michael · Kursraum 7 · 240,– €
Block 3 Tage · Fr. 3.6., 18.00–21.00 · Sa. 4.6., 10.00–18.00 · So. 5.6., 10.00–13.00 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

»Mentalisierungsbasiertes Vorgehen in der Musiktherapie« Wochenende- oder Ferienkurs
zweiiteilige Seminarreihe
Mentalisierungskompetenzen sind zentral für das Gelingen jeglicher zwischenmenschlicher Beziehungen. Mentalisieren beinhaltet die Fähigkeit sich in die eigene Innenwelt und die Welt des anderen mit all ihren Wünschen, Bedürfnissen und Überzeugungen hineinversetzen und diese reflektieren zu können.

1. Block: Mentalisieren ein musikalisches Drehbuch
Einführend beschäftigen wir uns neben grundlegenden musikimmanenten entwicklungspsychologischen Aspekten zum Erwerb der Mentalisierungsfähigkeit mit Strategien wie gezielt mentalisierungsfördernde Prozesse im Alltag angeregt und gefördert werden können. Dabei setzen wir uns damit auseinander, wie wir unsere eigenen Mentalisierungsstrategien entlarven und welche Haltungen und Interventionen zur Verbesserung der Mentalisierungsfähigkeit und damit zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können. Bereichert wird die Präsenzveranstaltung durch eine Online-Zuschaltungen des MBT-Experten P. Rottländer zum Thema „Mentalisieren und Affären“.
Dozentin: Heike Plitt

2. Block Mentalisieren in der psychiatrischen Gruppenmusiktherapie
Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf der gruppenmusiktherapeutischen Umsetzung des Mentalisierungs-Konzepts, mit Bezug auf Patient.innen mit Persönlichkeitsstörungen, sowie Beziehungstraumatisierungen im psychiatrischen Kontext.
Nach einer Wiederholung typischer Grundbegriffe (markierte Spiegelung, Als-Ob Modus und Psychischer Äquivalenz Modus, Fremdes Selbst), immer in Bezug auf die Musiktherapie, werden in diesem Seminar mentalisierungsfördernde Interventionen (u.a. Nicht-Wissen, Affektfokus, Perspektivwechsel) in musiktherapeutischen Rollenspielen ausprobiert und diskutiert. Das Konzept des epistemischen Vertrauens, sowie ein Überblick relevanter nationaler und internationaler musiktherapeutischer Beiträge zum Thema Mentalisierung sind ebenfalls Inhalte des Seminars.
Dozentin: Gitta Strehlow

Buchung nur als Paket möglich; 10 % der Gebühr sind bei Anmeldung, der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig. Mindeste Teilnehmerzahl 8
Fortbildungspunkte werden bei der bayerischen Psychotherapeutenkammer beantragt.

22HF201 · Heike Plitt, Gitta Strehlow · 485,– €
2 Blöcke · 28.-30.10. Fr 18.00- 21.00, Sa 9.00-18.00, So 9.00-12.00 Uhr
+ 26.-27.11. Sa , 9.00-18.00, So. 9.00-16.00 Uhr

> zum Seitenanfang

Zusatzqualifikationen

Für Musiktherapeut*innen mit anerkannter Ausbildung
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form eine theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie vermitteln den Teilnehmenden fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet und verhelfen sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren.Die jeweiligen Curricula, mit Informationen über Inhalt und Aufbau der Zusatzqualifikation sowie evtl. zusätzlich anfallenden Kosten für Supervision und Zeiten für Kleingruppenarbeit, erhalten Sie auf Anfrage durch das Büro.  Die Seminare werden mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Zusatzqualifikationen ist der Abschluss einer anerkannten Ausbildung (DMtG). Im Zuge der Anmeldung bitten wir Sie um entsprechende Nachweise. Im Februar starten wir mit der beliebten Zusatzqualifikation "Das EBQ-Instrument und seine entwicklungspsychologischen Grundlagen". Bereits im Mai beginnt die umfangreiche Weiterbildung in "Musik-Traumatherapie" und ab dem Herbst-Wintersemester können sich Interessierte wieder auf die Zusatzqualifikationen "Trommelpower – Basisseminar und Trainer-Weiterbildung" sowie die "Musik-imaginative Schmerzbehandlung" freuen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Das EBQ-Instrument und seine entwicklungspsychologischen Grundlagen
Die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehung herzustellen und zu gestalten, zeigt sich in der Musiktherapie im instrumentalen, stimmlich-vorsprachlichen und im körperlich-emotionalen Ausdruck. Das durch eine Reliabilitätsanalyse überprüfte EBQ-Instrument ist ein Einschätzungsinstrument für die musiktherapeutische Praxis. Es dient der Einschätzung der zwischenmenschlichen Beziehungsqualität (Diagnostik), der Verbesserung musiktherapeutischer Vorgehensweise (Methodik, Interventionstechnik) sowie dem Wirkungsnachweis der Musiktherapie (Evaluierung, Forschung) und umfasst vier Skalen. Diese Weiterbildung hat die Kenntnis sowie die qualifizierte Anwendung dieses Einschätzungsinstrumentes zum Ziel. Zu jeder Skala werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen vermittelt und wird die praxisbezogene Anwendung geübt.
Mindeste Teilnehmerzahl 12
Anmeldeschluss Januar 2022. Fortbildungspunkte beantragt.

21HF303 · Claudine Calvet, Karin Schumacher, Silke Reimer · Kursr. 7 · 1590,– €
1. Modul: Fr bis So · 11.-13.2.2022
2. Modul: Fr bis So · 18.- 20.3.2022
3. Modul: Fr bis So ·20.- 22.5.2022
4. Modul: Fr bis So ·17.-19.6.2022
5. Modul: Fr bis So · 5.- 7.8.2022
je Fr 18-21 Uhr · Sa 10-19 Uhr · So 10-13 Uhr

Musik-Traumatherapie
Die Arbeit mit traumatisierten Menschen gewann in den letzten Jahren innerhalb der Psychotherapie zunehmend an Bedeutung. Die Traumatherapie im engeren Sinne hat dabei zum Ziel, unerträgliche, lebensbedrohende Ereignisse – die zu einer Fragmentierung der Gedächtnisinhalte geführt haben und nur ungenügend verarbeitet werden konnten – im Nachhinein zu integrieren und so zu einem Bestandteil des persönlichen Narrativs zu machen. Neue neurologische und neurobiologische Erkenntnisse haben gezeigt, dass hierfür psychodynamische wie auch lerntheoretische Behandlungsmodelle nicht ausreichen und andere methodische Vorgehensweisen notwendig sind.
In den letzten Jahren finden zur Behandlung von Patienten mit Traumafolgestörungen auch im musiktherapeutischen Methodenkatalog entsprechende Modifikationen und Erweiterungen statt. Hierzu gibt es vermehrt Veröffentlichungen und Forschungsprojekte, die ein spezifisches musiktherapeutisches Vorgehen klinisch und theoretisch begründen. Dadurch verbessert sich zunehmend die Bedeutung der Musiktherapie im Kanon traumatherapeutischer Methoden.
Die Zusatzqualifikation Musik-Traumatherapie beinhaltet

  • 1. eine fundierte Einführung in den aktuellen Stand der Traumatologie
  • 2. einen Überblick über die Modifikationen der musiktherapeutischen Methodik bezogen auf diese Erkenntnisse, wobei die besonderen Möglichkeiten aber auch die Risiken des Mediums Musik im Fokus des Unterrichts stehen.
  • 3. eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung des traumatherapeutischen Modells im Kanon verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsansätze sowie Umsetzungsmöglichkeiten in verschiedenen musiktherapeutischen Praxisfeldern.
    Ein ausführliches Curriculum erhalten Sie auf Anfrage im Büro.

Dozenten: Hanns-Günter Wolf, Dr. Andreas Wölfl
Gastdozenten: Jürgen Keller, Anka Krug, Dörte Pommerin, Dr. Gitta Strehlow, Dr. Edith Wiesmüller, Ingrid Wild-Lüffe
Fortbildungspunkte von der Psychotherapeutenkammer beantragt.
Mindeste Teilnehmerzahl 11

22FF300 · Hanns-Günter Wolf, Dr. Andreas Wölfl u. a.
Kursraum 7 · 1995,– €
1. Modul: Fr bis So · 27.-29.5.2022
2. Modul: Fr bis So · 1.-3.7.2022
3. Modul: Fr bis So · 9.-11.9.2022
4. Modul: Fr bis So · 11.-13.11.2022
5. Modul: Fr bis So · 20.-22.1.2023
6. Modul: Fr bis So · 24.-26.3.2023
7. Modul: Fr bis So · 5..-7.5 2023
je Fr 17.30-20.30 Uhr · Sa 9-18.30 Uhr · So 9-14 Uhr

TrommelPower
Gewaltprävention, soziale Integration und Persönlichkeitsförderung mit Musik
In dieser Zusatzqualifikation wird ein Modell für Projekte mit Kindern und Jugendlichen zur Gewaltprävention, Förderung der sozialen Integration und des Selbstwertgefühls durch musikalische und szenische Improvisation vorgestellt. Das Projektmodell TrommelPower wurde seit 2009 in mehreren Studien evaluiert und entsprechend der wissenschaftlichen Resultate überarbeitet und differenziert. Es kann im schulischen wie im außerschulischen Rahmen angewandt werden, ebenso in modifizierter Form im klinischen Bereich. Die einzelnen Elemente des Konzepts werden theoretisch erläutert und in Übungen praxisnah vermittelt. Insbesondere musikalische und musiktherapeutische Techniken zur Förderung des Selbstwertgefühls, der Empathiefähigkeit, der sozialen Integration und der konstruktiven Konfliktlösungsfähigkeit bilden einen Schwerpunkt im Konzeptaufbau. Darauf aufbauend wird den Kindern und Jugendlichen im Projekt Raum gegeben, sich auf kreative Weise sowohl mit Musik und Improvisation als auch mit den Themen Aggression, Gewalt und Streit auseinanderzusetzen, eigene Vorstellungen der Bewältigung zu entwickeln und diese in einer Performance darzustellen.
In den Seminaren werden unter Einbeziehung themenbezogener Selbsterfahrung Aspekte der Projektleitung, des Repräsentierens konstruktiver und sozial bezogener Konfliktlösungsmodelle in der Trainerhaltung und des Umgangs mit fehlender Motivation und Widerstand vermittelt, sowie Konzepte der nachhaltigen Wirksamkeit und der Implementierung solcher Elemente in den Alltag der Kinder.

TrommelPower – Basisseminar
Das Basisseminar vermittelt Grundlagen der Gewaltprävention mit Musik und der Projektmethode TrommelPower. Entlang des Projektaufbaus und der Verlaufsstruktur werden die zentrale methodische Vorgehensweisen Trommelimprovisation, Klangwahrnehmung Stimmarbeit und musiktherapeutisches Rollenspiel vorgestellt und in Übungen exemplarisch vermittelt. Wichtige Aspekte für die Einbindung der Projektarbeit in den Kontext der Schule und für den Transfer der Projektergebnisse werden erörtert.

TrommelPower –Trainerqualifikation
Die Trainerqualifikation TrommelPower qualifiziert zur selbstständigen Planung und Durchführung der Projektmethode. Aufbauend auf das Basisseminar werden in diesem Aufbauseminar methodische Vorgehensweisen für die Vorbereitung, Durchführung und den Transfer der Projektergebnisse vermittelt. Die Trainerqualifikation ist im Sinne eines lernenden Systems konzipiert und erfordert von den Teilnehmer*innen die aktive Teilnahme am Lernprozess, die Umsetzung der Projektmethode in der Praxis sowie das selbstständige Erarbeiten, Präsentieren sowie die schriftliche Ausarbeitung einzelner Vertiefungsthemen in Kleingruppen (als Abschlussarbeit). Dieser methodische Zugang vermittelt eine ähnliche Vorgehensweise, wie sie idealerweise auch in den Projekten angewandt wird und von der – nach aktuellem Forschungsstand – der größtmögliche Lernerfolg zu erwarten ist.

Fortbildungspunkte sind bei der bayerischen Psychotherapeutenkammer beantragt.
Mindeste Teilnehmerzahl 10
Die Zusatzqualifikation ist als vollständige Zusatzqualifikation für Musiktherapeut*innen und Lehrer*innen konzipiert und curricular ausgearbeitet. Zusätzlich besteht für Interessent*innen aus dem therapeutischen und pädagogischen Bereich die Möglichkeit, das Basisseminar einzeln zu buchen. Diejenigen, die das Basisseminar absolviert haben, können es mit der Qualifikation zum Trainer ergänzen. Buchungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt, wobei Buchungen für die gesamte Zusatzqualifikation Vorrang haben.

Basisseminar: Mi bis So · 2.–6.11.22 · Mi · 18.30–21.30 · Do–Sa · je 9.00–18.00 · So · 9.00–14.00 Uhr

Trainerqualifikation: 2 Wochenenden · 14.+15.1.23 · 24.+25.6.23. · Sa. 9–19 · So. 9–16.30 Uhr

Buchung der vollständigen Zusatzqualifikation
22HF301 · Andreas Wölfl, Henrike Roisch, Yoshihisa Kinoshita · Saal · 1.070,– €

Buchung nur des Basisseminars
22HF501 · Andreas Wölfl, Henrike Roisch, Yoshihisa Kinoshita · Saal · 560,– €

Buchung nur der Trainerqualifikation
22HF502 · Andreas Wölfl, Henrike Roisch · Saal · 560,– €

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musik-imaginative Schmerzbehandlung
In der Zusatzqualifikation Musik-imaginative Schmerzbehandlung werden den Teilnehmern Struktur, Aufbau, Inhalt und Prinzipien der Methode theoretisch und praktisch vermittelt. Ausgehend von Cheryl Dileo und Joke Bradt, die diese Methode in den USA (unter dem Namen Entrainment) entwickelten, hat Prof. Dr. Susanne Metzner die Verbreitung und wissenschaftliche Fundierung der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung in Deutschland entscheidend vorangetrieben.
Neben theoretischen Grundlagen zur Musik-imaginativen Schmerzbehandlung werden spezifische relevante Themen der Methode herausgearbeitet, wie die therapeutische Haltung und die Rolle des Therapeuten als Musiker. Ebenso werden Indikation und Kontraindikation sowie kulturelle und bereichsspezifische Themen zum Schmerz beleuchtet.
Das praxisnahe Einüben der methodischen Kompetenzen in den vier Phasen: Schmerzinterview, Kompositionsphase Schmerz und Linderung, Anwendungsphase und Reflektion steht im Mittelpunkt der Weiterbildung. Daneben wird auf die Vermittlung und gemeinsame Diskussion klinisch relevanter Aspekte Wert gelegt, wie beispielsweise die Unterscheidung akuter versus chronischer Schmerz und Komorbiditäten bei Schmerzerkrankungen.
In den Zeiträumen zwischen den Blöcken üben und reflektieren die Teilnehmer zusätzlich selbständig in Kleingruppen das Vorgehen und die spezifische Rolle des Therapeuten ein.
Mit GastdozentInnen. Fortbildungspunkte bei der bayerischen
Psychotherapeutenkammer beantragt. Mindeste Teilnehmerzahl 9

22HF304 · Thomas Schrauth, Sandra Wallmeier · Kursraum 7 · 1.160,– €
21.-23.10.22, 2.-4.12.22, 10.-12.3.23, 19.-21.5.23 · je 18:00-21:00 Uhr, 9:00-19:00 Uhr, 9:00-13:30 Uhr

> zum Seitenanfang

Weiterbildungen für Psychotherapeut*innen
Seminarreihe für approbierte Psychotherapeut*innen

Freies Musikzentrum e. V. München

Musiktherapeutische Elemente im psychotherapeutischen Behandlungsprozess NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Musik nimmt in der Lebenswelt vieler Patienten einen wichtigen Stellenwert ein. Deshalb können Musik und musiktherapeutische Interventionen in der Psychotherapie wirksame nonverbale Zugänge zu den Erlebniswelten der Patienten eröffnen und die Möglichkeiten des musikalischen Erlebens und Ausdrucks nutzen, um Heilungsprozesse zu aktivieren.
Diese Seminarreihe vermittelt einfache musiktherapeutische Interventionstechniken, die sich zur selektiven Anwendung im psychotherapeutischen Behandlungsprozess besonders eignen. So werden Elemente zur Affektregulation, zur Herstellung einer Atmosphäre der Geborgenheit, zur Erlebnisaktivierung oder zum Ausdruck und zur Bearbeitung von Konflikten vorgestellt.
In 6 Einzelseminaren werden theoretische und methodische Grundlagen zu spezifischen Themenschwerpunkten vermittelt. Die Seminare 2-6 werden jeweils von zwei DozentInnen geleitet.
Ab dem zweiten Seminar werden Erfahrungen aus Therapiesitzungen der TeilnehmerInnen in den Seminaren reflektiert.
Seminarleitung: Dr. Andreas Wölfl, Gabriele Engert-Timmermann, Dorit Paul, Silke Siebert, Prof. Dr. Tonius Timmermann und Hanns-Günter Wolf

1. Seminar: 11.+12.9.2021
Einführung in die Musiktherapie: Eine Übersicht über musiktherapeutische Behandlungsansätze in der Psychotherapie
Auf der Basis eines entwicklungspsychologisch fundierten integrativen Psychotherapieverständnisses werden Wirkungsweisen der Musik und spezifische musiktherapeutische Interventionsformen vorgestellt. In diesem Grundlagenseminar werden sowohl Vorgehensweisen zur Bearbeitung von Konflikten und strukturellen Defiziten als auch zur Ressourcenaktivierung und übungszentrierter Problembewältigung aufgezeigt und an Beispielen erörtert.

2. Seminar: 27.+28.11.2021
Musikanamnese: Diagnostische und therapeutische Aspekte des Musik Hörens
Musik ist heute im Alltag der Menschen allgegenwärtig. Ob als Hintergrundmusik im Kaufhäusern, beim Autofahren oder bei der Arbeit, als Medium in Film und Fernsehen oder als persönlich ausgesuchtes Musikerlebnis in der Freizeit. Viele Menschen setzen Musik ein, um ihre Gefühle zu regulieren, um in Stimmung oder zur Ruhe zu kommen. Welche Musik hören sie und welche Effekte erreichen sie damit? Musikpsychologische Studien belegen ein sehr individuelles Hörverhalten von Musikkonsumenten, das sowohl eine Verstärkung positiver wie negativer Gefühle als auch die Bewältigung bedrückender oder destruktiver Stimmungen und Affekte bewirken kann.
Eine nahezu ständige Verfügbarkeit und Präsenz von Musik erhöht im Alltag das hohe psychologische Wirkungspotential von Musik, das sowohl konstruktive als auch destruktive Prozesse verstärken kann. Durch das Einbeziehen der Alltagsmusik des Patienten in den psychotherapeutischen Behandlungsprozess können Hörmuster und ihre psychologische Wirkung erkannt und im therapeutischen Prozess berücksichtigt werden.
Im Seminar werden - ausgehend von den Hörgewohnheiten der Teilnehmer*innen - Schritte der Musikanamnese und der Analyse des individuellen Hörverhaltens vorgestellt. Weiter werden klinische Beispiele von behandlungshemmendem und behandlungsförderndem Musikkonsum von Patienten und Patientengruppen vorgestellt und mögliche Interventionen (Musikanamnese, Analyse von Hörverhalten, diagnostische Zusammenhänge, psychodynamische und übungszentrierte Vorgehensweisen) im Behandlungsprozess aufgezeigt.

3. Seminar: 26.+27.2.22
Improvisation: Musikalisch nonverbaler Ausdruck und improvisiertes Zusammenspiel: Zielsetzungen im psychotherapeutischen Behandlungsprozess
Durch den Wechsel auf die nonverbale Ebene im Behandlungsprozess werden unbewusste und intuitive Potentiale (und Defizite) der Wahrnehmung, des Ausdrucks, des Kontakt- und Kommunikationsverhaltens aktiviert und der psychotherapeutischen Bearbeitung zugänglich. In diesem Seminar werden einfache Formen der Improvisation auf einzelnen leicht spielbaren Instrumenten zur Erweiterung und Vertiefung der Wahrnehmung, des Ausdrucks und der intuitiven Kommunikation vorgestellt, die sich zum Einsatz im psychotherapeutischen Behandlungsprozess eignen. Die Einführung in Elemente der musiktherapeutischen Improvisation zeigt psychotherapeutische Wirkungspotentiale auf und macht sie im Handeln erfahrbar. Neben den therapeutischen Möglichkeiten werden auch potentielle Risiken wie Überforderung oder emotionale Entgrenzung erörtert und eine verantwortliche und kontrollierte Anwendung einzelner Interventionen im Rahmen des psychotherapeutischen Behandlungsprozesses vermittelt.

4. Seminar: 30.4.+1.5.22
Symbolisch-musikalische Rekonstruktion von Dynamiken: Rekonstruktion von Beziehungsmustern, Familienkonstellationen und inneren Dynamiken in der Improvisation
In diesem Seminar werden die Möglichkeiten der musiktherapeutischen Aufstellungsarbeit von Systemen im Rahmen des psychotherapeutischen Prozesses vorgestellt. Durch die Verbindung der Rekonstruktion von Systemen mit der Symbolik von Instrumenten und der Möglichkeit der musiktherapeutischen Improvisation werden besondere kreative Bearbeitungs-, Vertiefungs- und Lösungspotentiale aktiviert. Es werden musiktherapeutische Arbeitsweisen mit Systemen wie der Familienklangskulptur oder dem inneren Orchester vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, sich in der musikalisch-nonverbalen Rekonstruktion mit konstruktiven und hemmenden oder auch destruktiven Aspekten von äußeren und inneren Systemen auseinanderzusetzen. Die Aufstellung mit Instrumenten eröffnet in der Einzelpsychotherapie effektive Möglichkeiten, das Gesamtsystem abzubilden und einzelne Aspekte dynamisch zu vertiefen.

5. Seminar: 9.+10.7.22
Rezeptive Musiktherapie – Körper- und Atemwahrnehmung in Kombination mit Klang- und Musikerleben
Rezeptive Musiktherapie beinhaltet die Kombination von Elementen aus Körper- und Atemtherapie mit Musikhören und Klangerleben als wirkungsvolle psychotherapeutische Vorgehensweisen. Entspannung mit Musik, musikgeleitete Fantasiereisen und Imaginationsübungen eröffnen ein breites Wirkungspotential zwischen den Eckpunkten der körperlichen und emotionalen Resonanz, der freien Assoziation und der thematisch geleiteten Vertiefung und Neuerfahrung. Körperbewusstsein und Achtsamkeit für den Atem verbinden das Unbewusste mit dem Bewussten und intensivieren die akustische Wahrnehmung.
So kann auch ein Zugang zu grundlegenden, intrauterinen und präverbalen Entwicklungsphasen des Menschen ermöglicht werden. Die frühen Erfahrungen sind gleichzeitig körperlicher und akustischer Natur: ein Zusammenwirken und Zusammenschwingen von Körper- und Klang-Erfahrung, von haptisch-taktilen und akustischen Reizen, von Tastsinn und Gehörsinn. Um Neuerfahrungen im therapeutischen Sinne zu ermöglichen, gilt es, entsprechende innere Prozesse zu dynamisieren und zu bearbeiten.
Im Seminar werden elementare rezeptive Vorgehensweisen vorgestellt, die sich für eine fokussierte und selektive Anwendung im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung eignen. In dem durch Wahrnehmung von Körper und Atem sensibilisierten Zustand werden für die Teilnehmenden Klänge und Musik, vor allem live, gespielt (z.B. Monochord, Gong, Klangschale, Rhythmusinstrumente) und die Erlebnisse besprochen. Es wird ferner reflektiert, wo solche rezeptiven Vorgehensweisen im Behandlungsverlauf indiziert oder kontraindiziert sind und wie sie gegebenenfalls auch diagnosespezifisch eingesetzt werden können.

6. Seminar: 8.+9.10.22
Stimmarbeit und Singen: Möglichkeiten des stimmlichen Ausdrucks zur Aktivierung Herstellung emotionaler Tiefe, zur Erfassung emotionaler Hintergründe und zur Veränderung des persönlichen Ausdrucks im Behandlungsprozess
Der Klang unsere Stimme ist ein sehr direkter Ausdruck unserer Persönlichkeit und unserer aktuellen Gestimmtheit. Er zeigt unserem Gegenüber in gleicher Weise Selbstsicherheit, Freude und Frohsinn wie Präsenz und Einfühlungsvermögen im Kontakt oder Unsicherheit, Angst und Trauer. In der Psychotherapie kommen sehr oft Bedrückung, Niedergeschlagenheit, Angst und Unsicherheit im Klang der Stimme zum Ausdruck. Das Singen von Liedern und das Experimentieren mit der Stimme in Stimmübungen eröffnen im Kontakt mit den Patienten einfache Möglichkeiten, Vertrauen zu entwickeln, den Klang der eigenen Stimme wahrzunehmen und die individuelle Ausdrucksfähigkeit zu erweitern. Besonders in der Arbeit mit Kindern kann beim Singen ein positive Atmosphäre in der therapeutischen Situation entstehen. Auch in der Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen bildet sich eine vertraute Atmosphäre, wenn Hemmungen und Schamgefühle bearbeitet werden und mit dem stimmlichen Ausdruck die eigene Selbstsicherheit wächst. Im Seminar werden einfache musiktherapeutische Interventionen zur Stimmarbeit mit verschiedenen Zielgruppen vermittelt, die im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden können.

114 Fortbildungspunkte von der bayer. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 10

21HF403 · Teil 3, Hanns-Günter Wolf, Andreas Wölfl · 26.+27.2.22 · Kursraum 7
Sa 9.30-18.30 · So 9.30-16.00 · 295,– €

21HF404 · Teil 4, Silke Siebert, Andreas Wölfl · 30.4.+1.5.22 · Kursraum 7
Sa 9.30-18.30 · So 9.30-16.00 · 295,– €

21HF405 · Teil 5, Gabriele Engert-Timmermann, Tonius Timmermann,
Andreas Wölfl · 9.+10.7.22 · Kursraum 7
Sa 9.30-18.30 · So 9.30-16.00 · 295,– €

21HF406 · Teil 6, Dorit Paul, Andreas Wölfl · 8.+9.10.22 · Kursraum 7
Sa 9.30-18.30 · So 9.30-16.00 · 295,– €

Download Flyer mit Anmeldeformular als pdf
> Seminarreihe: Musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess

> zum Seitenanfang

30. Fachtagung Musiktherapie – online

Psychotherapeutische Unterversorgung bei Intelligenzminderung oder fehlender Sprache – Musiktherapie als Lösung

Schirmherr: Holger Kiesel, Behindertenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
Leitung: Dr. Frauke Schwaiblmair
Für Menschen mit Intelligenzminderung ist es besonders schwierig, niedergelassene Psychotherapeut*innen zu finden. Dabei leiden sie deutlich häufiger an psychischen Erkrankungen. Wenn den Menschen dann auch noch die Sprache zur Verständigung fehlt, wird leicht die Psychotherapiefähigkeit in Frage gestellt. Die Tagung soll einen Beitrag leisten, die Notwendigkeit psychotherapeutischer Versorgung für Nichtsprechende oder Menschen mit kognitiven Einschränkungen darzustellen und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse durch spezifische musiktherapeutische Ansätze Wege zu einem verbesserten Versorgungsangebot aufzeigen.

9 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.

Die Tagung wird als online-Veranstaltung stattfinden. Es wird auch im virtuellen Raum viele Interaktionsmöglichkeiten geben: Nach jedem Vortrag ist eine vertiefende Diskussion mit den digital Teilnehmenden vorgesehen. Ein persönlicher Zoom-Account ist nicht notwendig. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung rechtzeitig vor der Tagung.

Tagungsprogramm

Samstag, 5. März 2022

  • 11.30 – 12.30 Technische Einrichtungszeit: Einwahl der Teilnehmenden
  • 12.30 – 13.00 Begrüßung und Einführung in das Thema
  • 13.00 – 13.45 Dr. Maria Becker
    Ist Musiktherapie eine Psychotherapie für Menschen mit Intelligenzminderung?
    Diskussion
  • 13.45 – 14.30 Brigitte Meier-Sprinz und Dr. Andreas Sprinz
    Psychische Komorbidität bei schwerer (kinder-)neurologischer Erkrankung: Notwendige ambulante psychotherapeutische Behandlung – was wir wissen, wie es gemacht werden könnte und die (harte) Realität.
    Diskussion
  • 14.30 – 15.00 Pause
  • 15.00 – 15.15 Musik
  • 15.15 – 16.00 Dr. Melanie Voigt und Prof. Dr. Thomas Wosch
    Befähigung zu nonverbaler Kommunikation durch Empowerment mit direkter und indirekter Musiktherapie
    Diskussion
  • 16.00 – 16.45 Dr. Corinna Bonaccurso
    Psychotherapie bei Intelligenzminderung – Musiktherapie im Methodenkanon stationärer psychiatrischer Versorgung
    Diskussion
  • 16.45 – 17.15 Pause
  • 17.15 – 17.45 Dr. Frauke Schwaiblmair
    Akzeptanz der Lebenssituation – Begleitung der Angehörigen als notwendiger Baustein
  • 17.45 – 18.30 Diskussion in Kleingruppen
  • 18.30 – 18.45 Dr. Frauke Schwaiblmair
    Zusammenfassung des Tages
  • 18.45 Musik

    Sonntag, 6. März 2022
  • 8.15 – 8.55 Technische Einrichtungszeit: Einwahl der Teilnehmenden
  • 9.00 – 9.15 Musik
  • 9.15 – 10.00 Dr. Silke Reimer
    Musiktherapie als adäquates Behandlungsverfahren für erwachsene Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung
    Diskussion
  • 10.00 - 10.45 Dr. Thomas Bergmann
    Keine Musiktherapie bei Autismus-Spektrum-Störungen?
    Konsequenzen aus den aktuellen AWMF S3-Leitlinien
    Diskussion
  • 10.45 – 11.15 Pause
  • 11.15 – 12.00 Prof. Dr. Lutz Neugebauer
    Musiktherapeutische Forschung zur Umsetzung gesundheitspolitischer Ziele
    Diskussion
  • 12.00 – 13.00 Dr. Frauke Schwaiblmair
    Zusammenfassung des Tages
    Diskussion und Ausblick

Referenten und Themen

Dr. Maria Becker
Dipl.-Psychologin, Dipl.-Musiktherapeutin; Psychol. Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin; Praxis für Psychotherapie und Supervision. Veröffentlichungen und Vorträge u. a. zur Psychotherapie mit behinderten Menschen

Ist Musiktherapie eine Psychotherapie für Menschen mit Intelligenzminderung?
Bei der psychotherapeutischen Unterversorgung als geistig behindert geltender Menschen spielt neben Berührungsängsten auf Seiten der Kolleg*innen eine herausragende Rolle, dass die betroffenen Menschen häufig in ihren Fähigkeiten, sich sprachlich zu äußern, eingeschränkt sind. Gerade in Berücksichtigung von Sprachbarrieren wie auch Berührungsängsten kann »Musiktherapie als eine (Sonder-)Form tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie« eine Lücke schließen. Aufgrund der Möglichkeit von Musik, frühe leibliche Beziehungserfahrungen aufzugreifen und szenisch »zur Debatte zu stellen«, erweist sie sich als ein psychotherapeutisches Angebot, das im System der kassenpsychotherapeutischen Versorgung seinen Platz finden kann. Diese Möglichkeit und Notwendigkeit wie auch die dafür notwendigen methodischen Besonderheiten und Rahmenbedingungen sollen im Vortrag nachvollziehbar skizziert werden.

Brigitte Meier-Sprinz
Diplom-Musikerin, Musiktherapeutin (M. A.) im ZiNK und in eigener Praxis MiA (DMTG). Klinische Erfahrungen in Psychiatrie und Neuropädiatrie, Forschungsprojekte mit schwer neurologisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Klinische Schwerpunkte: u. a. schwerstbehinderte Kinder, Kommunikationsstörungen, Autismus.

Dr. Andreas Sprinz
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Leiter ZiNK, Vorstand Gesellschaft für Neuropädiatrie. Klinische Schwerpunkte: Entwicklungsneurologie, Sozialpädiatrie, Palliativmedizin, Epileptologie, Bewegungsstörungen, Kinderschutzmedizin, Neuropsychologie

Psychische Komorbidität bei schwerer (kinder-)neurologischer Erkrankung: notwendige ambulante psychotherapeutische Behandlung – was wir wissen, wie es gemacht werden könnte und die (harte) Realität
Die hohe Gesamtprävalenz kinderneurologischer Erkrankungen steht massiv im Widerspruch zur Versorgungssituation. Viele Erkrankungen belasten Patienten und Familien psychisch u. a. durch Chronizität und Fatalität, auch psych. Folge- oder Komorbiditäten treten gehäuft auf, v. a. Depression, Anpassungsstörung, posttraumatische Belastungsstörung, andere emotionale und Verhaltensstörungen, Phobien oder dissoziative Störungen. Viele schwerbehinderte Kinder und Jugendliche sind aber sprachlich nicht kommunikativ. Diese Kinder bekommen auch bei großem Bedarf sehr oft keinen PT-Platz – keine barrierefreie Praxisräume, methodische Unsicherheiten usw. Die (psychodyn.) Musiktherapie kann diese Patienten gut erreichen. Da aktuell kein GBA-Richtlinienverfahren, muss auf TP oder VT ausgewichen werden oder die Therapien werden alternativ finanziert. Das minimiert Anbieter und Therapieplätze. Ein eklatanter Mangel an angemessenen Therapiemöglichkeiten besteht für eine nicht so kleine, aber insgesamt sehr benachteiligte Gruppe. Daten zur reg. Versorgungssituation zeigen beispielhaft den Status quo und mögliche Lösungsansätze.

Dr. Melanie Voigt
Ph.D./Univ Texas. Musiktherapeutin DMtG, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. 1984-2016 Musiktherapie kbo-Kinderzentrum München. Lehrbeauftragte Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, Sprecherin SAMT, Secretary General EMTC.

Prof. Dr. Thomas Wosch
Mitglied des Hochschulrats, Musiktherapie FHWS Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Befähigung zu nonverbaler Kommunikation durch Empowerment mit direkter und indirekter Musiktherapie
Die Bedeutung kommunikativer und sozialer Kompetenzen für die Prävention psychischer Störungen für Menschen mit angeborenen Entwicklungsstörungen, erworbenen Behinderungen und Demenz ist in der Literatur dokumentiert. Diese Kompetenzen tragen zum Gelingen sozialer Beziehungen über die gesamte Lebensspanne bei.
Positive soziale Beziehungen spielen wiederum eine wichtige Rolle in der erlebten Lebensqualität, sowohl für den betroffenen Menschen als auch für seine Angehörigen und seine Betreuer. Teilweise spielt in diesen therapeutischen Prozessen auch Emotionsregulierung eine Rolle. In unserem Beitrag werden die Möglichkeiten der Musiktherapie als »Empowerment-Faktor« für die Entwicklung, die Befähigung und den Ausbau nonverbaler Kommunikation als hohe Spezifik und Potential der Musiktherapie zur Prävention und Bearbeitung von Verhaltens- und psychischen Symptomen von Menschen mit geistiger Behinderung, mit erworbenen und degenerativen kognitiven Erkrankungen sowie fehlender Sprache verschiedener Altersgruppen vorgestellt und diskutiert. Das bezieht im inklusiven und nachhaltigen Kontext auch die Angehörigen und Betreuer für die Befähigung in nonverbaler Kommunikation ein. Damit wird sowohl die »direkte Musiktherapie« für die Betroffenen als auch die »indirekte Musiktherapie« zur Befähigung ihrer Angehörigen und Betreuer thematisiert.

Dr. Frauke Schwaiblmair
Musiktherapeutin (Mag.a), Diplom-Psychologin, Praxis für Musiktherapie und Psychotherapie, Lehrbeauftragte Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Universität Augsburg, Leopold-Mozart-Zentrum. Bezirksrätin, Beauftragte des Bezirks Oberbayern für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Akzeptanz der Lebenssituation – Begleitung der Angehörigen als notwendiger Baustein
Die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit kognitiven Einschränkungen stellt Angehörige immer wieder vor vielfältige Herausforderungen. Der ursprüngliche Lebensentwurf ist radikal verändert und jede zu treffende Entscheidung im Lebenslauf verdeutlicht diese Situation. Der gesellschaftliche Anspruch von Inklusion steht häufig im Widerspruch zur erlebten Realität der betroffenen Familien. Die Unterstützung und Begleitung der Angehörigen befähigt sie, eine Ausgewogenheit zwischen notwendiger Unterstützung und ausreichend Eigenständigkeit ihrer Angehörigen mit Einschränkungen zu finden, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Dr. med. Corinna Bonaccurso
Fachärztin für Neurologie, seit 01/2021 Oberärztin Abteilung für Menschen mit geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen im Kbo-IAK-Klinikum München-Ost.

Psychotherapie bei Intelligenzminderung – Musiktherapie im Methodenkanon stationärer psychiatrischer Versorgung
Die psychiatrische Versorgung basiert in ihrer Diagnostik und Therapie auf Kommunikation. Bei Menschen mit Intelligenzminderung kommen herkömmliche Methoden schnell an ihre Grenzen. Klassische Diagnostik-Systeme sind nicht generell auf diese Patienten übertragbar. Um die Ursachen vielfältiger Verhaltensauffälligkeiten festzustellen, müssen Herangehensweisen individuell adaptiert werden. Herausforderungen stellen nicht nur Patienten mit Aphasien oder Dysarthrophonien dar, sondern vor allem Patienten, die im Rahmen ihrer sozio-emotionalen Entwicklung Schwierigkeiten haben, Emotionen als solche wahrzunehmen, zu benennen und für sich selbst einzuordnen. Hier liefert die Musiktherapie dem multiprofessionellen Team in der Akutversorgung auf Station wertvolle Informationen und ermöglicht auch vielfältige therapeutische Ansätze zur optimalen poststationären Weiterbehandlung.

Dr. Silke Reimer
Dipl. Musiktherapeutin DMtG und Dipl. Instrumentalpädagogin, seit 1999 Musiktherapeutin in einem Wohnheim für Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung, 2008-2013 Musiktherapie mit Kindern mit tiefgreifender Entwicklungsstörung. Seit 2008 Dozentin an der UdK Berlin und Mitarbeit an musiktherapeutischen Forschungsprojekten mit den Schwerpunkten »Entwicklungspsychologisch orientierte Musiktherapie« und »Affektregulation«.

Musiktherapie als adäquates Behandlungsverfahren für Erwachsene mit schwerster Mehrfachbehinderung
Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung haben oftmals aufgrund fehlender verbaler Kommunikation Schwierigkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Auch Besonderheiten des mimischen und körperlichen Ausdrucks können es Bezugspersonen erschweren, Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen. Wie kann Kontakt entstehen, wenn ein Mensch in seiner eigenen Welt verschlossen zu sein scheint? Und wie kann Musiktherapie dazu beitragen, Kontakt zu erleben und Entwicklung zu fördern? Dieser Beitrag stellt eine musiktherapeutische Herangehensweise vor, die sich an Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie orientiert. Ausgehend vom jeweiligen sozio-emotionalen Entwicklungsstand zielen die musiktherapeutischen Interventionen auf eine Aktivierung des Körperempfindens, auf die Regulation von Affekten und schließlich das Finden eigener Ausdrucksmöglichkeiten, die in gemeinsame musikalische Aktivitäten münden können.

Dr. Thomas Bergmann
Dipl.-Musiktherapeut, Lehrtherapeut (DMTG), therapeutische Leitung des Berliner Behandlungszentrums für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen, Therapie und Beratung in eigener Praxis. Forschungsschwerpunkt: Autismus-Spektrum-Störungen.

Keine Musiktherapie bei Autismus-Spektrum-Störungen?
Konsequenzen aus den aktuellen AWMF S3-Leitlinien
Musiktherapie bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) ist weit verbreitet und hat eine lange Tradition. Paul Nordoff, Clive Robbinson, Juliette Alvin, Gertrud Orff, Rolando Benenzon, Amelia Oldfield, Karin Schumacher – dies sind alles prägende Namen für verschiedene musiktherapeutische Konzepte welche gleichzeitig eng mit ASS verbunden sind. Auf der anderen Seite stehen die aktuellenAWMF-Negativempfehlungen zur Musiktherapie in der Behandlung autistischer Kernsymptomatik bei Kindern, die Vieles infrage stellen. Die Präsentation führt kurz in das Störungsbild ein, fasst den aktuellen Stand der evidenz-basierten Forschung zur Wirksamkeit von Musiktherapie bei ASS zusammen, interpretiert die AWMF-Negativempfehlungen, zeigt Konsequenzen auf und lädt zur Diskussion ein.

Prof. Dr. Lutz Neugebauer
Studierte am Nordoff/Robbins Centre der City University London Musiktherapie und arbeitete danach am Gemeinschafts-krankenhaus Herdecke in den Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Neurorehabilitation und Palliativmedizin. 1988 wurde er in die Leitung des Institutes für Musiktherapie der Universität berufen. Gründete 2006 mit Kolleg*innen das Nordoff-Robbins Zentrum Witten, in dem er bis heute tätig ist, Vorsitzender der DMtG.

Musiktherapeutische Forschung zur Umsetzung gesundheitspolitischer Ziele
In der Auseinandersetzung mit der Forschung im Bereich der Musiktherapie steht man vor einer Vielzahl von möglichen Zielsetzungen: die persönliche Entwicklung durch die Bearbeitung einer Forschungsfrage, dem eigenen Erkenntnisgewinn, der Reflexion klinischer Tätigkeit, der Aufdeckung von Grundlagen der Musik als Therapie oder der Darstellung von Zusammenhängen mit anderen Fachdisziplinen.
Einer ganz besonderen Aufgabenstellung steht man gegenüber, wenn man Forschungsarbeiten durchführen will, die einen impact im Sinne der Berufs- oder Gesundheitspolitik haben sollen. Deutlich wird dies an Studien, die Grundlage für die Erwähnung in Leitlinien wurden. Die Anerkennung der Musiktherapie und anderer künstlerischer Therapien wird nach Auffassung des Referenten maßgeblich davon abhängen, ob wir in den jeweiligen Fächern die Anforderungen erfüllen, die das System inzwischen an diese Forschungsarbeiten stellt. Exemplarisch wird im Vortrag anhand einer jüngst veröffentlichten Leitlinie die Ausgangsproblematik, die Aufgabenstellung und Wege zu Lösungen dargestellt.

Die Tagung wird als online-Veranstaltung stattfinden. Es wird auch im virtuellen Raum viele Interaktionsmöglichkeiten geben: Nach jedem Vortrag ist eine vertiefende Diskussion mit den digital Teilnehmenden vorgesehen. Ein persönlicher Zoom-Account ist nicht notwendig. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung rechtzeitig vor der Tagung.

Veranstaltungsort
o
nline via Zoom

Tagungsgebühr
Gebühr (auch für Mitglieder DMtG) 120,– €
Ermäßigt laut AGB 97,– €

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 6.2.2022. Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer 21HF100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bitte beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Tagung oft bereits ausgebucht ist. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum Anmeldeschluss behält sich die Tagungsleitung jedoch vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.
Mindeste Teilnehmerzahl 60

Stornierung
Bei Stornierung durch die Teilnehmer*in bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr erstattet.
Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.

Download als pdf
> Musiktherapie-Tagung 2022 »Psychotherapeutische Unterversorgung bei Intelligenzminderung oder fehlender Sprache – Musiktherapie als Lösung«

> zum Seitenanfang

BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie

Ausbildungsbeginn pandemiebedingt verschoben auf Ende März 2022. 
Es sind noch zwei Plätze frei, Nachmeldungen sind noch möglich!
Bewerber*innen werden in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen geprüft.

Leitung: Monika Baumann, Dr. Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
  • Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Aufnahmeprüfung wird nach dem Eingang der Bewerbung individuell vereinbart.

Ausbildungsbeginn: pandemiebedingt verschoben auf Ende März 2022

Bewerbungsfrist: Nachmeldungen sind noch möglich! Bewerber*innen werden in der Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen geprüft.

Kosten
250,– € monatlich über 42 Monate. zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 2.200,– € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,– €
Zwischen- und Abschlussprüfung je 165,– € (Änderungen vorbehalten).

Dozenten
M. Baumann, M. Berkmann, J. Bosse, G. Engert-Timmermann, Ch. Galle-Hellwig,
S. Grill, S. Haase, S. Hellwig, L. Hunziker-Rutigliano, N. Neumann, Prof. Dr. M. Sack,
D. Schmeer, Dr. S. Schulz, S. Siebert, Prof. Dr. T. Timmermann,
D. Westphäling, Dr. A. Walter, Dr. A. Wölfl, H. G. Wolf und weitere

Auskunft
Dr. Andreas Wölfl , Tel: 089 - 20 20 76 22, awoelfl@freies-musikzentrum.de
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Ausbildung als pdf >> Curriculum

Lassen Sie sich die Broschüre zur
BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie zuschicken.
> zum Formular

Broschüre zur Fortbildung

Download als pdf
>> Broschüre zur Fortbildung »Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie«

> zum Seitenanfang

Musiktherapie

Download als pdf
Alle Kurse Musiktherapie
>> Programm Musiktherapie

Gerne schicken wir Ihnen das Programmheft zu.
>> Programmheft anfordern

Berufsbegleitende
Ausbildung
Musiktherapie

Broschüre zur Fortbildung

Download als pdf
>> Broschüre zur Fortbildung
»Berufsbegleitende
Ausbildung Musiktherapie«

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte der berufsbegleitenden
Ausbildung als PDF
>> Curriculum

Weiterführender Link
www.musiktherapie.de

Seminarreihe für approbierte Psychotherapeut*nnen

Seminarreihe für approbierte Psychotherapeut*nnen

Download als pdf
> Seminarreihe: Musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess

>> Diese Seite drucken