Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Ausbildung von langjährig erfahrenen Musik­thera­peuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Zentrum musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeuten berufsspezifische Fachseminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

MusiktherapeutInnen sowie approbierte ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

Fortbildungspunkte
MusiktherapeutInnen sowie approbierte ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:

>> Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Vortrag
>> Berufsspezifische Fachseminare für Musiktherapeuten/innen
>> Zusatzqualifikationen
>> Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie (BWM)
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung 2018
      26. Fachtagung »Fokus Musiktherapeut – Von der Sorge für sich selbst«

Musiktherapie – Berufsbegleitende Ausbildung BWM:
Dr. Andreas Wölfl
E-Mail: awoelfl@freies-musikzentrum.de

Monika Baumann
E-Mail: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Musiktherapie – Seminare und Zusatzqualifikationen:
Silke Siebert
E-Mail: ssiebert@freies-musikzentrum.de

Vor Besuch eines Kurses ist eine Anmeldung erforderlich.
(es sei denn, es ist beim Kurs ausdrücklich anders vermerkt z.B. Drum Circle, Contact Jam)

Für Kursbuchungen folgen Sie bitte dem Button »Kurs buchen« im Menü links.
Gerne können Sie auch persönlich im Büro buchen oder verwenden Sie dieses
> Anmeldeformular, das Sie auch am Schluss des Programmheftes finden.
Tel.: 089 - 41 42 47 - 0
Fax: 089 - 41 42 47 - 60
E-Mail: info@freies-musikzentrum.de


Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Seminare

Diese Seminare richten sich an Interessierte (insbesonders aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen), die sich grundlegende Kenntnisse über Musiktherapie aneignen wollen.

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Musiktherapeutische Aufstellung von Systemen Wochenende- oder Ferienkurs
Integrativ-prozessorientierte Aufstellung von inneren Systemen – ein Selbsterfahrungsseminar
In diesem Seminar werden die Möglichkeiten der systemischen Aufstellungsarbeit für die Rekonstruktion innerer Systeme vorgestellt. Die TeilnehmerInnen können musiktherapeutische Arbeitsweisen mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, wie die Arbeit mit dem inneren Team oder dem inneren Orchester, erleben und sich mit konstruktiven und hemmenden bis destruktiven Aspekten ihres inneren Systems auseinanderzusetzen.
Den theoretischen Hintergrund bildet eine tiefenpsychologisch orientierte integrative Theoriebildung, die neben psychodynamischen Grundüberlegungen Aspekte des Psychodramas, der integrativen Therapie und der systemischen Teilearbeit berücksichtigt.

22 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

17HF103 · Andreas Wölfl · Kursraum 7, Saal · 200,– €
Block 3 Tage · Fr. 2.2., 18.00–21.00 · Sa. 3.2., 09.00–18.00 · So. 4.2., 09.00–13.30 Uhr

Die Maske meiner Handschrift in Bewegung, Klang und Form
An Künstlern kann man sehen, wie ihre Handschrift ihren Bildern ähnelt. Hat unsere Handschrift etwas mit unserem Leben zu tun? Im künstlerischen Experimentieren mit deiner Handschrift kommst du deinem ganz eigenen individuellen Lebensausdruck auf die Spur. Ausgehend von Rhythmus und Verlauf der eigenen Bewegungsspur auf dem Papier, formen wir eine dreidimensionale Tonskulptur. Die Gestalt, die daraus entsteht, tanzen wir rituell in den dreidimensionalen Raum. Während des gesamten Entstehungsprozesses spielen wir immer wieder Klänge auf Instrumenten aus aller Welt und machen so Fluss und Rhythmus der Handschrift sichtbar und hörbar. Im Blatt ist der ganze Baum in seinem Wesen enthalten. Welches Potenzial liegt in deiner Hand verborgen? Dieses Seminar ist eine spannende Kombination von musiktherapeutischen Methoden mit künstlerischen Medien wie Maske, Bewegung und Bild. Es vermittelt Freude am Spielen auf allen Ebenen und am eigenen künstlerischen Potenzial.

Bitte ein einfarbiges Tuch ca. 80 x 80cm und Materialgeld von 15,– € mitbringen.
Mindeste Teilnehmerzahl 6

F101 · Malou Eberspächer · Kursraum 7 · 235,– €
Block 3 Tage · Fr. 4.5., 18.00–21.30 · Sa. 5.5., 10.00–18.00 · So. 6.5., 10.00–13.00 Uhr

Musiktherapeutische Selbsterfahrung
Dieses Seminar bietet Ihnen neue Erfahrungsmöglichkeiten mit Instrumenten, Klängen und sich selbst. Wie ist Ihr eigener Klang? Wie klingen Sie in und mit der Gruppe? Sie können Ihre Wahrnehmung und Ihren musikalischen Ausdruck durch spielerisch-improvisatorischen Umgang mit Instrumenten und Klängen vertiefen und dabei Formen aktiver und rezeptiver Musiktherapie kennen lernen. Auf der Basis der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden wir im Gespräch gemeinsam versuchen, individuelles (musikalisches) Erleben zu verstehen und weiterführende Entwicklungsmöglichkeiten aufzudecken. Ein Schwerpunkt der musiktherapeutischen Selbsterfahrung wird die Vielfalt der klanglich-dialogischen Beziehungssymbolik sein.

Keine Therapie – für Personen mit seelischen oder schweren körperlichen Erkrankungen nicht geeignet. 18 Fortbildungspunkte von der DMtG genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 7

18FF102 · Sabine Reimold, Silke Siebert · Kursraum 7 · 210,– €
Block 3 Tage · Fr. 1.6., 18.00–21.00 ·Sa. 2.6., 10.00–19.00 ·So. 3.6., 10.00–13.30

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Vortrag

Musiktherapie und Depression
Die Depression gehört weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und stellt die führende Ursache bei den YLD (years lost due to disability) dar, einem Maß der WHO für die mit Behinderung gelebten Lebensjahre. Hinsichtlich der Schwere ihrer individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen gemeinhin unterschätzt, sind depressive Störungsbilder jedoch gut behandelbar. Als eine der verfügbaren Behandlungsformen wird Musiktherapie sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen, die unter Depressionen leiden, erfolgreich eingesetzt. Aufbauend auf aktuellen Studien zur Neurobiologie der Depression wird ein Modell vorgestellt, das mögliche Wirkprinzipien von Musiktherapie bei depressiven Störungen veranschaulicht. Implikationen für die musiktherapeutische Praxis werden zur Diskussion gestellt.

2 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.

18FF103 · Prof. Dr. Thomas Stegemann · ohne Anmeldung! · Saal · 7,– €
Ein Abend · Fr. · 13.7. · 19.30 bis 21.00 Uhr

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Berufsspezifische Fachseminare

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Das Seminar »KörperMusik und Bodysongs als Gesundheitserreger in Musik- und Psychotherapie« ist auch für musikaffine PsychotherapeutInnen und anderen künstlerischen Therapeuten offen.
Einzelne Wochenendkurse sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben MusiktherapeutInnen Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die dreiteilige Seminarreihe 2018 greift die musikalische Improvisation als zentrale Methode der aktiven Musiktherapie auf.
Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Fachseminare umfasst die fundierte Vermittlung von Theorie und Praxis des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der TeilnehmerInnen.

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Die musikalische Improvisation als zentrale Methode der aktiven Musiktherapie NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Dreiteilige Seminarreihe
Innerhalb der aktiven Musiktherapie nimmt die freie, wie auch die gerichtete musikalische Improvisation eine zentrale Rolle ein und gilt dabei unbestritten als deren methodisches Spezifikum. Die diesbezüglichen Kernkompetenzen für Musiktherapeuten sind dabei

  1. Indikationsstellung für bestimmte Improvisationsangebote
  2. Anleitung und Durchführung dieser musikalischen Improvisationen
  3. Interpretation und Verstehen des aktuellen musikalischen Geschehens (Musiktherapeutische Psychodiagnostik)
  4. Therapeutische Interventionen auf musikalischer oder verbaler Ebene
  5. Aufarbeitung von musikalischen Improvisationen, das heißt diese in Beziehung setzen zum therapeutischen Focus bzw. den Therapiezielen
  6. Vermittlung der musiktherapeutischen Prozesse innerhalb
    eines multiprofessionellen Teams.

Dies ist eine um so größere Herausforderung, da innerhalb der musiktherapeutischen Improvisation sowohl primäre kommunikative wie auch psychodynamische (Ausdruck von Affekten und Erregungszuständen) und zusätzlich musikästhetische Aspekte zum tragen kommen.

Dieser Seminarreihe versucht der Komplexität dadurch gerecht zu werden, dass drei unterschiedliche, für die praktische musiktherapeutische Arbeit relevante Vorgehensweisen an jeweils einem Wochenende intensiv vorgestellt, praktiziert und diskutiert werden.

Teil 1: Musiktherapeutische Improvisation im Klinischen Setting

  • Im Zentrum dieses Wochenendes stehen die Anforderungen, die an die Musiktherapeuten innerhalb des Klinischen Rahmens gestellt werden, mit den folgenden Schwerpunkten:
    1. Die Voraussetzungen für das Angebot einer musiktherapeutischen Improvisation werden aufgezeigt, um daran anschließend den therapeutischen Umgang mit »schwierigen« Bedingungen zu thematisieren. Dies betrifft sowohl die äußere Situation wie Instrumentarium, Räumlichkeit, Lärmbelästigung u.ä. wie auch Fragen der Gruppenzusammensetzung d.h. welche Rolle spielen unterschiedliche Diagnosen und Vorerfahrungen (z.B. musikalische Biographie, Leistungsdruck u.ä.) der Patienten.
    2. Einführung in die »Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik« OPD2 sowie deren Modifikation auf musiktherapeutische Fragestellungen – methodische Entwicklung von Spielformen mit Hilfe von OPD.
    3. Interpretation und Verstehen, sowie Vermittlung der psychodynamischen Prozesse innerhalb von gerichteten und freien Improvisationen, indem diese mit Hilfe der Kategorien Beziehung, Konflikt und Struktur der OPD2 untersucht werden.


Teil 2: Improvisation ist eine zentrale Sprache der Musiktherapie.

  • Das eigene Spiel außerhalb der Therapiesitzungen bleibt wichtig, um das Verstehen der Improvisationen unserer KlientInnen zu vertiefen. Die theoretische Grundlage in diesem Seminar bietet die Komponentenlehre (Hegi). Klang, Rhythmus, Melodie, Form und Dynamik werden theoretisch erklärt, im anschließenden improvisatorischen Spiel entsteht ein Feld der Selbsterfahrung. Damit die Erfahrungen für die therapeutische Tätigkeit verfügbar werden, sind Reflexion und das Finden von Sprache essentielle Schritte. In meiner Praxisforschung habe ich die qualitative Nähe von Improvisation und Dialog beschrieben. Dialogos bedeutet »durch das Wort« und sucht – stärker als der Erfahrungsaustausch – nach dem Verständnis dessen, was sich ausdrücken möchte. Das Seminar führt in den Dialog nach M. Buber und D. Bohm ein, um eine wahrnehmende und suchende Haltung anzuregen.

Teil 3: Musiktherapeutische Improvisation vor dem Hintergrund der Morphologischen Musiktherapie

  • An diesem Wochenende wird das Improvisieren von einer psychästhetischen Sichtweise her aufgegriffen: als Gestaltbildung zwischen Beiläufigkeit und Präsenz, Handeln und Geschehenlassen, Intuition und Reflexion, Zufall und Intervention.
    Es geht im Seminar unter anderem um die Zielsetzungen des Spielens in der Behandlung, um therapeutische »Haltungen« und um Wahrnehmungseinstellungen im Hinblick auf die gemeinsame »Komposition«. Dazu werden Methoden des Verstehens und der Auswertung vorgestellt.
    Neben theoretischen Inputs wird gespielt, gehört und gemeinsam nachgedacht. Der Bezug zur Praxis der Teilnehmenden kann (außer im Gespräch) durch die Bearbeitung von mitgebrachten Audio-Beispielen hergestellt werden, aber auch durch das Re-Inszenieren besonderer Spielsituationen aus der Erinnerung.

Buchung nur als Paket möglich; 10 % der Gebühr sind bei Anmeldung,
der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig.
Anmeldeschluss: 16.3.18
63 Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer und DMtG.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

18FF201 Saal · 630,– €

Block 1 · Hanns-Günter Wolf
27.-29.04.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 9.00-18.00 · So. 10.00-13.30

Block 2 · Juliane Tissen
22.-24.06.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 9.00-18.00 · So. 10.00-13.30

Block 3 · Eckhard Weymann
14.-16.09.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 9.00-18.00 · So. 10.00-13.30

Sexualität, Musiktherapie und sexueller Missbrauch Wochenende- oder Ferienkurs
Musik kann erotisch sein, uns antörnen und in Ektase bringen. Musik kann zart streicheln, lieblich sein und uns schwebend zum Verschmelzen bringen. Musik vermittelt Idealvorstellungen von weiblichen und männlichen Identitätsmodellen und damit verbundenen Machtstrukturen.
Patienten setzen sich, angeregt durch ihr eigenes Spiel oder durch das des Gegenübers, mit ihren lustvollen Anteilen auseinander. Im Workshop nähern wir uns dem Thema Musik und Sexualität auf hörende, spielende und reflektierende Weise.
Musik kann aber auch als bedrohlich und überwältigend erlebt werden und damit missbräuchliche Beziehungsstrukturen thematisieren. Wir werden uns im Workshop ebenfalls mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs und damit häufig einhergehenden Scham- und Schuldgefühlen auseinander setzen.

22 Fortbildungspunkte von der bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 8

F202 · Gitta Strehlow · Kursraum 7 · 230,– €
Block 3 Tage · Fr. 11.5., 17.00–20.00 · Sa. 12.5., 10.00–19.00 · So. 13.5., 10.00–13.30 Uhr

Musiktherapie und die Psychologie C. G. Jungs Wochenende- oder Ferienkurs
Die jungianische Kartographie ist eine gute Orientierungsmöglichkeit auch für Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten. Es gibt jedoch bislang kaum Literatur und Forschung dazu. Der weite und kreative Begriff des Unbewussten passt gut zu Psychotherapien mit künstlerischen Medien. Was für die Kunsttherapie selbstverständlich ist, da die Jungianer neben dem Narrativen stark mit dem Visuellen verbunden sind, gibt es im Hinblick auf die Musiktherapie bislang kaum Verbindungen.
In diesem Seminar wird zunächst ein Grundwissen über die jungianische Psychologie und deren Beziehung zu Musik und Musiktherapie vermittelt. Auf dieser Basis werden dann aktive und rezeptive musiktherapeutische Erfahrungen angeboten, um sich zentralen Begriffen wie Persona – Schatten, Anima – Animus, Individuation und Selbst sowie einigen archetypischen Figuren musikalisch anzunähern. Die Aufarbeitung geschieht über die direkte Erfahrung und ggf. auf der Metaebene.

20 Fortbildungspunkte sind von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 6

18FF203 · Tonius Timmermann · Kursraum 7 · 220,– €
Block 3 Tage · Fr. 6.7., 18.00–21.00 · Sa. 7.7., 10.00–18.00 ·
So. 8.7., 10.00–13.00 Uhr

KörperMusik und Bodysongs als Gesundheitserreger in Musik- und Psychotherapie NEU
Bodysongs sind KörperMusik. Es sind loopartige Lieder, die in Kombination mit Bodypercussion gesungen werden. Bei Bodysongs übernimmt der Körper die Beats und ist rhythmisches Begleitorchester. Der Körper erzeugt vielfältige Bodysounds mit Händen, Fingern, Füßen und Mund und erfährt dadurch ein vertieftes, ganzheitliches Rhythmus- Schwingungs- und Klangerlebnis. Im Kontext unserer musikpsychotherapeutischen Arbeit in Psychosomatik und im Bereich der Palliative Care (Begleitung der Begleiter) haben wir diese Art des Singens in Bewegung als Baustein der körper- und stimmorientierten Musiktherapie und der KörperMusik weiterentwickelt und in unsere therapeutische Arbeit implementiert. Das Seminar dient zum Schnuppern für diejenigen, die an der Weiterbildung »Therapeutisch basierte Bodysongs« interessiert sind oder als Anregung für Musik- und Psychotherapeuten, die neugierig sind, wie man Bodysongs in der Therapie als gezielte Embodimentintervention, sowie im Bereich von Prävention als gesundheitsfördernden Alltagsbegleiter oder Stateveränderer einsetzen kann.

22 Fortbildungspunkte sind von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Mindeste Teilnehmerzahl 8

18FF204 · Martina Baumann, Uwe Loda · Saal · 220,– €
Block 3 Tage · Fr. 20.7., 18.00–21.00 · Sa. 21.7., 9.00–18.00 ·
So. 22.7., 9.00–13.30

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Zusatzqualifikationen

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie verhelfen, neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Ziel ist es, Musiktherapeuten fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet zu vermitteln. Die Seminare werden mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Im Frühjahr bieten wir, auf Grund der hohen Nachfrage, erneut die Zusatzqualifikation »Musik als Therapie in der Neonatologie« an. Ab dem Herbstsemester 2018 starten erstmalig die Zusatzqualifikationen »Musik-imaginative Schmerzbehandlung« und »Bodysongs und KörperMusik in Musik- und Psychotherapie«.

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Das EBQ-Instrument und seine entwicklungspsychologischen Grundlagen Wochenende- oder Ferienkurs
84 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss: 15.10.2017. Anmeldung nicht mehr möglich

Block 3 · Claudine Calvet, Dr. Silke Reimer · Kursraum 4
12.-14.1.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 9.30-18.30 · So.09.30-13.00 Uhr

Block 4 · Dr. Silke Reimer, Prof. Dr. Karin Schumacher · Kursraum 4
9.-11.3.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 9.30-18.30 · So.09.30-13.00 Uhr

Musik als Therapie in der Neonatologie Wochenende- oder Ferienkurs
Musiktherapie mit Frühgeborenen ist ein junges, expandierendes und zugleich hoch sensibles Feld. Sowohl das frühgeborene Kind als auch seine Eltern werden vor schwierige Herausforderungen gestellt, die es in der neonatologischen Versorgung zu bewältigen gilt. Jegliche therapeutische Intervention muss daher speziell auf die Fragilität und die individuellen Bedürfnisse von Frühgeborenen und ihren Familien ausgerichtet werden, so auch in der Musiktherapie. Die Fortbildung bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für diesen sensiblen Bereich zu spezialisieren und umfasst dabei drei aufeinander aufbauende Module. Das erste Modul gibt einen Einblick in Theorie und Praxis von Musiktherapie in der Neonatologie, vermittelt Hintergrundwissen und aktuelle Forschungsergebnisse. Im zweiten Modul, das im Inselspital Bern stattfindet, steht die Praxis im Mittelpunkt: die Hospitation auf einer neonatologischen Station und optional die Durchführung eigener Therapien. Im dritten Modul wird die eigene Erfahrung reflektiert und supervidiert und die Implementierung von Musiktherapie in der Neonatologie beleuchtet. Es wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Modul 1: Einführung und Orientierung

  • Entwicklungsneurologisches und -psychologisches Hintergrundwissen
  • Frühgeborene beobachten und verstehen lernen
  • Handling frühgeborener Kinder
  • Psychologisches Hintergrundwissen zum Befinden der Eltern
  • Eltern zu hören, verstehen und einbinden lernen
  • Hintergrundinformationen zum intensivmedizinischen Umfeld
  • Vorstellung verschiedenster Interventionsansätze (schulenübergreifend)
  • Aktuelle Forschungsergebnisse
  • Beispiele aus der Praxis


Modul 2: Praxisphase

  • Planung, Zielsetzung, Durchführung, Dokumentation und Auswertung einer musiktherapeutischen Intervention auf der Neonatologie
  • Hospitation
  • Herausforderungen im klinischen Alltag
  • Arbeit im interdisziplinären Team
  • Optionale Durchführung eigener Therapien unter Supervision
  • Videodokumentation
  • Reflektion
  • Implementation auf der Neonatologie

Kursort ist das Inselspital Bern, dort wird eine vergünstigte Übernachtungsgelegenheit vermittelt.

Modul 3: Reflektion und Vertiefung

  • Präsentation einer Fallstudie in Kleingruppen
  • Supervision
  • Reflektion und Diskussion
  • Implementierung von Musiktherapie in der Neonatologie
  • Schriftlicher Abschlusstest

62 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt.
Anmeldeschluss: 16.2.18
Mindeste Teilnehmerzahl 8

18FF302 · Friederike Haslbeck, Gastdozentin Rosmarie Suter-Frei · 620,– €

Block 1 · Friederike Haslbeck · Kursraum 7
23.-25.03.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Block 2 · Friederike Haslbeck · Inselspital Bern
25.-27.05.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Block 3 · Friederike Haslbeck · Kursraum 7
29.6.-1.7.18 · Fr. 18.00-21.00 · Sa. 10.00-18.30 · So.10.00-14.00

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Musik-imaginative Schmerzbehandlung NEU Wochenende- oder Ferienkurs
In der Zusatzqualifikation Musik-imaginative Schmerzbehandlung werden den Teilnehmern Struktur, Aufbau, Inhalt und Prinzipien der Methode theoretisch und praktisch vermittelt. Ausgehend von Cheryl Dileo und Joke Bradt, die diese Methode in den USA (unter dem Namen Entrainment) entwickelten, hat Prof. Dr. Susanne Metzner die Verbreitung und wissenschaftliche Fundierung der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung in Deutschland entscheidend vorangetrieben. Neben theoretischen Grundlagen zur Musik-imaginativen Schmerzbehandlung werden spezifische relevante Themen der Methode herausgearbeitet, wie die therapeutische Haltung und die Rolle des Therapeuten als Musiker. Ebenso werden Indikation und Kontraindikation sowie kulturelle und bereichsspezifische Themen zum Schmerz beleuchtet. Das praxisnahe Einüben der methodischen Kompetenzen in den vier Phasen Schmerzinterview, Kompositionsphase Schmerz und Linderung, Anwendungsphase und Reflektion steht im Mittelpunkt der Weiterbildung. Daneben wird auf die Vermittlung und gemeinsame Diskussion klinisch relevanter Aspekte Wert gelegt, wie beispielsweise die Unterscheidung akuter versus chronischer Schmerz und Komorbiditäten bei Schmerzerkrankungen.

In den Zeiträumen zwischen den Blöcken üben und reflektieren die Teilnehmer zusätzlich selbständig in Kleingruppen das Vorgehen und die spezifische Rolle des Therapeuten ein. Eine Zertifizierung erreichen die Teilnehmer durch eine schriftliche Ausarbeitung eines supervidierten Falles.

94 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss ist der 14.9.18
Mindeste Teilnehmerzahl 10

18HF304 · Thomas Schrauth, Gastdozenten Sandra Wallmeier, Sina Glomb, Silke Siebert, Prof. Dr. Susanne Metzner · 955,– €

Block 1 · Kursraum 7
26.-28.10.2018 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 2 · Kursraum 7
01.-03.02.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 3 · Kursraum 7
24.-26.05.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Block 4 · Kursraum 7
13.-15.09.2019 · Fr. 18.00-21.00, Sa. 9.00-19.00, So. 9.00-13.30

Bodysongs und KörperMusik in Musik- und Psychotherapie NEU Wochenende- oder Ferienkurs
Die Zusatzqualifikation »Bodysongs in Musik- und Psychotherapie« ist ein praxisorientiertes Methodenseminar. Es ermöglicht den Teilnehmenden Schritt für Schritt, sich mit Bodysongs und Bodypercussion als eine Form der KörperMusik vertraut zu machen und sie im Gruppen- oder Einzelsetting im Kontext eines therapeutischen oder (heil)pädagogischen Prozesses anzuwenden.

Bodysongs sind Lieder in Bewegung. Der Körper macht die Beats und ist das rhythmische Begleitorchester. Die Kombination von Singen und bilateraler Selbststimulation generiert eine gesundheitsfördernde Biochemie und ist in vielen Kulturen wiederzufinden. In Gemeinschaft unterstützen Bodysongs Verbundenheit und Synchronizität. Im Verlauf eines therapeutischen Prozesses ermöglichen sie die körperliche Verankerung gewünschten Erlebens (Embodiment) und können nachhaltig in den Alltag transferiert werden. Die therapeutische Arbeit mit Bodysongs entspricht dem neuesten Stand klinischer Forschung und Praxis, die in zunehmendem Maße strukturierte Werkzeuge und Module als Selbstregulation und Selbststärkung integriert. Bodysongs sind hierzu ein musiktherapeutisches Pendant.

Das Training wird erweitert durch theoretische Kontextualisierungen zu relevanten Grundlagen aus Neurowissenschaft, Psychotherapie, Gesundheitswissenschaft, Biopsychoneuroimmunologie uvm. Ziel ist es, den methodischen Spielraum als TherapeutIn zu erweitern und die neuen Spielformen mit der eigenen Expertise zu verbinden. Das Training besteht aus zwei fünftägigen Modulen und einem Integrations- und Transferwochenende. Eine Zertifizierung wird erreicht durch die Vorstellung eines Bodysongs und dessen Dokumentation.

102 Fortbildungspunkte von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt. Anmeldeschluss ist der 14.9.18.
Mindeste Teilnehmerzahl 10

18HF305 · Martina Baumann, Uwe Loda · 960,– €

Block 1 · Saal
29.10.-2.11.18 · Mo. 18-21 Uhr · Di., Mi., Do. 10-18 Uhr · Fr. 10-13 Uhr

Block 2 · Saal
23.-27.4.19 · Di. 18-21 Uhr · Mi., Do., Fr. 10-18 Uhr · Sa. 10-13 Uhr

Block 3 · Kursraum 7 · Saal
12.-14.7.19 · Fr. 18-21 Uhr · Sa. 10-18 Uhr · So. 10-13 Uhr

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Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie

Freies Musikzentrum e. V. München | Konzerte

Leitung: Monika Baumann, Dr. Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
  • Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Bewerbung: bis 30. September 2018

Aufnahmeprüfung: November 2018

Ausbildungsbeginn: Januar 2019

Kosten
250,– € monatlich über 42 Monate. zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 2.200,– € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,– €
Zwischen- und Abschlussprüfung je 165,– € (Änderungen vorbehalten).

Dozenten
M. Baumann, Dr. G. Bergenthal, G. Engert-Timmermann,
Ch. Galle-Hellwig, A. Geis, E. Glogau, S. Haase, S. Hellwig, Dr. P. Hemmer-­Torhorst,
R. Löhr, S. Reimold, D. Schmeer, Dr. S. Schulz, M. Sommerer, Prof. Dr. T. Timmermann,
Dr. A. Walter, Dr. A. Wölfl, H. G. Wolf und weitere

Auskunft
Dr. Andreas Wölfl , Tel: 089 - 20 20 76 22, awoelfl@freies-musikzentrum.de
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Ausbildung als pdf >> Curriculum

Broschüre zur Fortbildung

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Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

26. Fachtagung Musiktherapie

Fokus Musiktherapeut – Von der Sorge für sich selbst
Leitung: Christine Back, Ulrike Haffa-Schmidt

Als Musiktherapeuten fühlen wir uns in dem weiten Feld der Psychotherapie und in der Verantwortung für unsere Patienten dem Ethik-Kodex der DMtG, basierend auf den »Kasseler Thesen« verpflichtet. In der Präambel wird dort von den Mitgliedern eine »Tätigkeit in sozialer und rechtsstaatlicher Verantwortung« gefordert. Liest man den Text weiter, so wird gleich im nächsten Satz von einer weiteren Forderung gesprochen, nämlich, dass die Mitglieder »zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Person« aufgerufen sind.

Erst dann folgen die Aussagen über die Verantwortlichkeiten bezüglich der zu behandelnden Menschen. Im Zuge wachsender Professionalisierung und Positionierung von Musiktherapie bezüglich Qualitätsstandards, Fortbildungsangeboten, Zertifizierungsmaßnahmen und Forschungsaufträgen läuft dieser Aspekt Gefahr, in Vergessenheit zu geraten.

Hinzu kommen die Herausforderungen im selbständigen, klinischen und berufspolitischen Alltag, denen die eigenen Bedürftigkeiten oft untergeordnet werden. Erst wenn wir als Therapeuten selbst in Erschöpfungszustände geraten, die eigene Kreativität verloren geht und wir keine Kraft mehr für unsere Patienten haben schrecken wir auf. Diese Tagung möchte deshalb die Themen Selbstfürsorge und Selbstreflexion in den Blick nehmen: für uns selbst und für den daraus entstehenden Nutzen in der therapeutischen Beziehung.

9 Fortbildungspunkte wurden von der bayerischen Psychotherapeutenkammer genehmigt..

Tagungsprogramm

Samstag, 3. März 2018

  • 13.00 – 13.30
    Christine Back, Ulrike Haffa-Schmidt:
    Begrüßung und Einführung in das Thema

  • 13.30 – 14.30
    Wolfgang Schmidbauer:
    Der überraschte Therapeut – heute hilfreich, morgen störend:
    Übertragung und Gegenübertragung

  • 14.30 – 15.30
    Christian Schubert:
    Psychoneuroimmunologie – ein Paradigmenwechsel
    in der psychosomatischen Forschung?

  • 15.30 – 16.30 Pause
  • 16.30 – 17.30
    Margarete Schnaufer:
    Der Therapeut in der Krise –
    über die Erarbeitung von Copingstrategien in der Lehrmusiktherapie

  • 17.30 – 18.30
    Ulrike Wanetscheck und Klaus Wutscher:
    Musikalische Identität, Kompetenz und Ästhetik –
    was kann sie in der Therapie leisten, wie viel können wir uns leisten?

  • 18.30 – 19.00 Gemeinsame Diskussion

Sonntag, 4. März 2018

  • 10.00 – 11.00
    Sandra Lutz-Hochreuthener:
    Abgründe und Glücksmomente – die Bedeutung der Lehrmusiktherapie
    für die musiktherapeutische Professionalität

  • 11.00 – 12.00
    Harald Rüschenbaum:
    Wahrnehmung ist der Schlüssel!

  • 12.00 – 12.30 Gemeinsame Diskussion und Schlussbetrachtung

Referenten und Themen

Wolfgang Schmidbauer, Dr. phil. Dipl. Psych.
Studium der Psychologie an der LMU München, Promotion bei Albert Görres in München, Mitgründer der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse. Seit 1980 Lehranalytiker und Supervisor. 1986 Gastprofessor für Psychoanalyse an der Gesamthochschule Kassel. Tätigkeit als freier Schriftsteller von etwa 40 Sachbüchern, von denen einige Bestseller wurden (»Die hilflosen Helfer«, 1977, »Die Angst vor Nähe«, 1985) und von Erzählungen.

Der überraschte Therapeut – heute hilfreich, morgen störend:
Übertragung und Gegenübertragung
In jeder therapeutischen Beziehung beleben sich neben den vernünftigen Anteilen beruflicher Zusammenarbeit auch irrationale Erfahrungen aus den prägenden Beziehungen der Klientinnen und Klienten. Ihr Verständnis und der konstruktive Umgang mit darin wurzelnden Schwierigkeiten bestimmen den Verlauf und oft auch das Ergebnis der Behandlung.

Christian Schubert, Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Sc.
Arzt, Psychologe, Psychotherapeut. Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie an der Klinik für Medizinischen Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck. Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung eines integrativen Ansatzes zur Erforschung psychosomatischer Komplexität, kombinierter Einsatz von qualitativen Methoden und Zeitreihenanalyse in der Psychoneuroimmunologie.

Psychoneuroimmunologie –
ein Paradigmenwechsel in der psychosomatischen Forschung?
Die Psychoneuroimmunologie legt nahe, dass die Systeme des Organismus (u. a. Nerven-, Immun-, Hormonsystem) nicht nur untereinander, sondern auch mit der Umwelt vernetzt sind. Dieses Wissen ermöglicht auch bisher eher marginalisierten, komplexeren Therapieformen (z.B. künstlerische Therapien, Psychoanalyse) Zugang zur Behandlung von Patienten mit sogenannten körperlichen Erkrankungen. Dabei verweisen die komplexen Ergebnisse der Psychoneuroimmunologie auch darauf, die Selbstfürsorge des Behandlers systemisch mit zu berücksichtigen.

Margarete Schnaufer
Graduierte Musikpädagogin, Diplom-Sozialpädagogin, Integrative Musik-und Gestalttherapeutin, Lehrtherapeutin (DMtG). Seit 1983 Klinische Praxis mit pflegebedürftigen alten Menschen, chronisch psychisch Kranken, Schwerstkranken & Sterbenden. Lehrtätigkeit in der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung von Menschen in sozialen, pflegerischen, psychotherapeutischen und pädagogischen Berufen.

Der Therapeut in der Krise – über die Erarbeitung von Copingstrategien in der Lehrmusiktherapie
»Ich stecke fest, stehe vor einem unüberwindbar scheinenden Hindernis. Werde ich es jemals überwinden können? Tauge ich überhaupt zum Therapeuten?« Krisen gehören zum Leben. Sie können Menschen in ihren Grundfesten erschüttern und tragen sowohl die Möglichkeit des Scheiterns als auch der Transformation in sich. Um persönlich wachsen und reifen zu können, ist ihre Überwindung unumgänglich. Therapeutische Hilfestellung kann dabei sehr hilfreich sein. Wie Krisenbegleitung in Lehrtherapien dazu beitragen kann, dass Therapeuten die innewohnende Chance einer Krise nutzen können, wird fallbezogen anhand verschiedenartiger Krisenverläufe und therapeutischer Begleitungswege dargestellt.

Ulrike Wanetschek
Dipl. Opernsängerin und Musiktherapeutin (DMtG). Gesangspädagogin und Erwachsenenbildnerin zum Thema »Stimme-Atem-Körper«. Seit 2013 Musiktherapeutin an der Klinik Wartenberg (Palliativmedizin und Geriatrie) und in eigener Praxis. Leitung diverser Chöre unter anderem der »Aphasingers«, ein musiktherapeutisches Chorprojekt für Menschen mit Hirnschädigung.

Klaus Wutscher
Mag., Jurist, seit 2012 eigenverantwortlicher Musiktherapeut (ÖBM) an der psychiatrischen Tagesklinik am LKH Hollabrunn (Niederösterreich) und in eigener Praxis. Autodidaktischer Mandolinist und Live-Musiker (Bluegrass, Choro, Folk).

Musikalische Identität, Kompetenz und Ästhetik –
was kann sie in der Therapie leisten, wie viel können wir uns leisten?
Wie wirken sich unsere musikalische Kompetenz und unser ästhetisches Empfinden auf das therapeutischen Beziehungsgeschehen aus? Ist musikästhetische Abstinenz überhaupt möglich? Was können und müssen wir an uns fordernder Musik bzw. Klangereignissen aushalten? Verändern sie auf die Dauer unser Verhältnis zur Musik? Inwieweit dürfen wir das therapeutische Geschehen aufgrund von musikästhetischen Motiven beeinflussen? Kann oder muss die »eigene« Musik ein resilienter Faktor für unsere Berufsausübung sein? Ein Austausch zwischen Autodidakt und akademischer Musikerin.

Sandra Lutz Hochreuthener, Dr. sc. mus.
Musik- und Psychotherapeutin. Nach der Lehramtsbefähigung Musiktherapie-Studium in Wien und Nachdiplomstudium Psychopathologie Kinder/Jugendliche an der Universität Zürich. 2007 Promotion in Hamburg. Fünf Jahre Berufspraxis in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie, seit 1986 Praxis für Musiktherapie und Supervision. Leiterin und Dozentin Musiktherapie-Studiengänge Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.

Abgründe und Glücksmomente – die Bedeutung der Lehrmusiktherapie für die musiktherapeutische Professionalität
Musiktherapeut/innen werden in ihrem Berufsalltag durch Ansprüche von außen, verbunden mit inneren professionellen Idealen, vielfältig gefordert. Musiktherapie-Ausbildungen versuchen, die Studierenden durch ausgewogene Curricula bestmöglich darauf vorzubereiten. Während Theorie, Methodik und Supervision selbstverständlich dazu gehören, wird die Notwendigkeit der Selbsterfahrung, insbesondere der Einzel-Lehrmusiktherapie kontrovers diskutiert. Das Referat versucht, sich der Thematik in interaktiver Weise anzunähern.

Harald Rüschenbaum
Studium am Konservatorium München, North Texas State University und PIT Los Angeles. Freier Musiker und Pädagoge, Leiter des Landesjugend Jazzorchesters Bayern; international gefragter Schlagzeuger; weltweite Konzertreisen und Workshops; Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen; Dozent u.a. an den Musikhochschulen München, St. Petersburg, Hanoi und Manila, Memphis und Palermo; u.a. Preisträger der Deutschen Phonoakademie und des Bundesverdienstkreuzes für seine Jazzaktivitäten.

Wahrnehmung ist der Schlüssel!
Menschen, die mit Musik beruflich zu tun haben, entwickeln und brauchen eine besondere Art des Umgangs mit diesem faszinierenden Medium. Der interaktive Vortrag soll dafür Inspiration sein. Kraftvolle und spielerische Übungen führen in den Körper. Begriffe wie Sinngebung, Gewichtung und Resonanz werden eingeführt. Achtsamkeit und Körpererfahrung führen zu gefühltem Wissen. Wir erfahren und ... sind »Rhythmus, Ton, Klang«. In lebendiger Atmosphäre wird Musik wahrgenommen. Zu-hören, aktive Bereitschaft und Begeisterung sind genug, um durch eigenes Fühlen Erstaunliches zu erleben.

Tagungsgebühr
Normal (auch für Mitglieder DMtG) 110,– €, Ermäßigt laut > AGB 97,– €

Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 2.2.2018.
Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer F100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bitte beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Tagung oft bereits ausgebucht ist.

Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum Anmeldeschluss behält sich die Tagungsleitung jedoch vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.
Mindeste Teilnehmerzahl 60

Stornierung
Bei Stornierung durch den Teilnehmer bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen.
Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.

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www.musiktherapie.de

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»Fokus Musiktherapeut –
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Überblick über die
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